Die Hälfte aller Beziehungen werden getrennt. Dennoch träumt fast jeder von der großen Liebe. Beziehung retten in der Krise – aber wie? Hier einige Tipps

Der Trennungsgrund ist meist nicht an einem Ereignis oder Streit festzumachen. Oft ist es ein steigendes Unverständnis, eine andere Sichtweise auf die Beziehung oder die Bedürfnisse des Partners. Männer und Frauen gehen unterschiedlich mit Beziehungen um – und zwar meist von Beginn an. Anfangs geht es Männern oft erstmal um guten Sex (und später dann um Liebe), Frauen träumen häufig von der großen Liebe und setzen Sex an die zweite Stelle. Auch das kann natürlich immer auch individuell unterschiedlich sein – es gilt hier nicht Klischees zu wälzen. Dennoch ist bei Beziehungsanfängen – vor allem bei Paaren über 35 Jahren – nach wie vor eine Tendenz zu beobachten, dass sich Frauen schneller verlieben (wollen) und sich Männer gerne noch eine Weile die Unabhängigkeit bewahren (wollen).

Beziehung retten: Wie geht glücklich?

1. Seien Sie, wie Sie sind und akzeptieren Sie sich

Grübeln Sie viel, gibt es Dinge, die sie an Ihrem Partner so sehr stören, dass Sie sich immer aufregen und sich das über sich selbst ärgern? Wollen Sie viel lieber gelassener sein, weil das Ihre Beziehung entspannen würde? Das kann schon sein, aber sich verstellen ist nicht wirklich die beste Lösung. Akzeptieren Sie sich, wie Sie sind. Seien Sie sensibel, wenn Ihnen danach ist, und wenn etwas an Ihrem Partner Sie stört, dann schlucken Sie zunächst mal den Ärger darüber und über sich runter. Das bringt keinem was. Natürlich ist niemand perfekt und sicher gibt es auch Dinge, die Sie ändern können – an sich ändern, denn andere zu ändern gelingt nie. Das kann nur jeder für sich tun. Wenn Sie sich über sich selbst und Ihre Verhaltensmuster ärgern, dann schauen Sie, ob es Dinge gibt, die Sie ändern wollen und überlegen Sie, wie Sie das angehen wollen. Aber Vorsicht: Auch das braucht Zeit. Und auch hier der Tipp: Seien Sie nicht zu streng mit sich – wenn Sie ungerecht zu sich selbst sind, sind Sie das eventuell auch gegenüber anderen. Schließen Sie also zunächst Frieden mit sich – das ist schonmal ein guter Schritt.

2. Es liegt (auch) an Ihnen?

Beziehung retten geht nur gemeinsam. Wie schon gesagt, Schuldzuweisungen bringen keinem etwas und zu einer Beziehung gehören immer zwei. Und JA, das sind auch Sie! Das heißt, dass Ihr Partner UND Sie verschiedene Dinge ändern sollten und mehr für die Beziehung tun. Warum also machen Sie nicht den Anfang und legen los im Beziehung retten? Ist es also wirklich so schlimm, was er oder sie tut. Die Klopapierrolle in die falsche Richtung aufhängen, die Spülmaschine falsch ein- oder ausräumen oder auch die berühmte Zahnpastatube… Schlucken Sie den Ärger runter, sehen Sie die Dinge auch mit etwas Humor und fragen Sie sich: Wäre es auch schlimm, wenn Ihre beste Freundin oder Ihr bester Freund das Gleiche tun würde? Meist nämlich gestehen wir anderen Menschen viel mehr zu als uns selbst und unserem Partner oder unserer Partnerin. Bleiben Sie auch da also gerecht – und entspannen Sie sich. Das reduziert den Ärger… Überlegen Sie welche Wünsche und Bedürfnisse Ihnen wichtig sind und welche Sie vermissen. Überlegen Sie, was Sie ändern können, damit es Ihnen damit besser geht und wie Ihr Partner oder Ihre Partnerin Sie dabei unterstützen kann. Und wenn das nicht gleich und dauerhaft gelingt kommen wir wieder zum Rat der immer gilt: Nehmen Sie es nicht gegen sich und als Zeichen fehlender Liebe. Es kann passieren, dass man mal vergisst, was dem Partner wichtig ist…

3. Haben Sie Vertrauen auch und in sich

Manchmal haben wir so eine Ahnung in uns, die wir nicht deuten können und die wir dann wieder beiseite schieben. Und irgendwann bewahrheitet sich dann das, was wir gedacht oder gespürt haben… Das ist das sogenannte Bauchgefühl. Manche hören gern und auch recht oft auf Ihr Bauchgefühl und lassen sich bei Entscheidungen davon leiten. Manche nehmen den Verstand wichtiger und verdrängen durch Argumente diese Vorahnung oder die Gefühle. Ich persönlich gehöre zur ersten Sorte Mensch, ich mag mein Bauchgefühl und nehme es ernst. Manche – wenn auch nicht alle – Entscheidungen treffe ich bewusst wegen meines Bauchgefühls. Ich glaube in Beziehungen ist das Bauchgefühl ein recht guter Indikator, wenn wir auf ihn hören. Bei der Trennung meines langjährigen Freundes hatte ich auch so eine Vorahnung, die ich damals noch ignoriert habe und dachte „Ach, das ist eine Phase, schließlich ist gerade vieles neu und er hat Stress im Job.“ War es vielleicht, aber es führte ein halbes Jahr später dann zur Trennung – und zu Liebeskummer. Seither – und sei ein paar anderen Gegebenheiten – vertraue ich diesem Gefühl. Oft nimmt unser Unterbewusstsein, Atmosphäre besser aus als Augen und Gehirn. Allerdings ist so ein „Mulmiges Gefühl“ auch kein Grund zur Panik und zum Davonlaufen. Hören Sie in sich hinein, fragen Sie sich, was Sie wollen und fragen Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin nach seinen oder ihren Wünschen. Vielleicht kann man das ja gezielt angehen. Das ist immer besser als das Ignorieren. Dann gelingt auch Beziehung retten – oder zumindest haben Sie eine Chance zum Beziehung retten.

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4. Niemand und nichts ist perfekt

Wir haben das schon angeschnitten: Erwarten Sie keine Perfektion, weder von sich noch von ihrem Partner noch von der Beziehung. Sie leben weder in einem Liebesfilm noch in einem Märchen. Natürlich können Sie dennoch auf ein „Happy End“ hoffen, aber das passiert nicht einfach so – dafür müssen Sie schon etwas tun. Und dazu gehört als erstes einmal zu akzeptieren, dass jeder Fehler hat und macht (auch Sie) und dass das zum Leben dazugehört. Zu eine Beziehung gehört Liebe, Glück, Nähe, Vertrauen – aber es gehört auch dazu, dass man anderer Meinung ist, sich auch mal ärgert oder sich die Wünsche ändern. Das passiert ja schließlich in jedem Bereich – im Job, mit Freunden oder auch in der Familie. Lassen Sie es also auch für Ihre Liebe zu und suchen Sie nicht krampfhaft nach Perfektion. Den Traummann oder die Traumfrau gibt es eben nur im Märchen und in unserer Fantasie. Das Leben ist ja so auch viel spannender. Denn: Oft (und ich würde sogar sagen: fast immer) sind die Dinge viel spannender mit Ecken und Kannten als sogenannte „perfekte“ Dinge. Also lassen Sie Ecken und Kanten zu und lieben Sie sie! Sie gehören dazu! Und seien Sie ehrlich, dann das ist das A. und O. beim Beziehung retten.

5. Liebe braucht Zeit

Glauben Sie an Liebe auf den ersten Blick? Ich nicht, natürlich gibt es eine Faszination, die beim ersten Sehen auftritt und manchmal auch ein Verliebtsein. Aber, um daraus Liebe entstehen zu lassen, braucht es Zeit und – ja, auch das – Arbeit. Wir müssen uns auf den Partner einlassen, wir müssen und für die Liebe entscheiden und das müssen beide Partner tun. Wenn Sie sich für die Liebe entschieden haben und Ihr Partner auch, dann besteht eine reale Chance, dass Sie die Beziehung retten können. Reden Sie darüber, reden Sie über all diese Dinge, die wir Ihnen hier aufgezählt haben, und tauschen Sie sich auch. Sie können auch über den ein oder anderen Punkt streiten – das ist nicht schlimm. Man muss sich nicht immer einig sein (da kommen wir wieder an den Punkt, dass nicht alles perfekt sein muss). Spüren Sie, wie die Liebe wächst und wachsen kann – und wie Ihre Beziehung und Sie selbst daran wachsen. Nehmen Sie nicht alles als selbstverständlich an und geben Sie sich und Ihrem Partner Zeit und Vertrauen Sie in sich. Und Liebe braucht Pflege. Gehen Sie es an. Sie schaffen es sicher, das Beziehung retten – mit Offenheit, Respekt und Zeit.

6. Lassen Sie sich Freiräume für Schönes

Auch beim Beziehung retten ist es wichtig, dass sich nicht immer alles um die Probleme dreht und Sie sich jeden Abend darüber austauschen, was wer tun muss damit das Beziehung retten auch klappt. Lassen Sie sich Freiräume. Freiräume für jeden einzelnen von Ihnen und Freiräume für schöne gemeinsame Dinge in der Beziehung. Nur wo Sie auch schöne Dinge alleine UND gemeinsam erleben und wenn Sie sich darüber austauschen können, kann die Liebe wachsen und kann das Beziehung retten klappen. Was haben Sie schon immer gern gemacht? Was haben Sie gern zusammen erlebt? Rufen Sie sich das in Erinnerung und probieren Sie es doch mal aus. Schöne gemeinsame Stunden helfen Ihnen und Ihrem Partner oder Partnerin. Und schöne Dinge alleine oder mit Freunden tun, hilft Ihnen beim Entspannen und Loslassen.

Beziehung retten: Streiten will gelernt sein!
Für viele ist ein Streit in der Partnerschaft etwas Belastendes. Viele Paare brüsten sich damit, dass sie nie streiten. Aber: Streit und Konflikte sind auch Zeichen für gegenseitiges Interesse und Leidenschaft. 41 Prozent gaben 2012 in einer Studie von parship.de an, dass beim Streiten mit dem Partner gerne mal die Pferde mit ihnen durchgehen. Und auch hier: Frauen (45 Prozent) sind emotinaler als Männer (36 Prozent), wenn es mal kracht. Ein oder ein paar Streits sind kein Grund von Ihrem Wunsch zum Beziehung retten abzusehen. Entscheidend ist allerdings immer, wie man streitet und wie man in Konfliktsituationen miteinander umgeht. Beschuldigungen, Beschimpfungen sind ebenso kontraproduktiv wie Beleidigungen oder Abwertung. Wer den anderen lächerlich macht, zeigt keinen Respekt und das ist die Grundlage für eine gute Beziehung – ebenso wie Humor und die Fähigkeit, über sich selbst lachen zu können. Gehen Sie respektvoll miteinander um, reden Sie über Ihre Gefühle und Bedürfnisse statt anzuklagen und zu beschuldigen (Ich-Botschaften) und nehmen Sie also nicht alles so ernst! Und auch hier gibt es eine Möglichkeit, das gut umzusetzen. Bereiten Sie sich vor… Überlegen Sie sich, was Sie stört und warten Sie nicht zulange das anzusprechen. Denn ein oder zwei Punkte, die Ihnen nicht so ganz behagen sind besser zu verdauen als eine Liste von 20 Punkten. Und wenn Sie bei sich und Ihren Gefühlen bleiben und erklären (Was stört Sie?, Warum genau stört Sie das? Was macht das mit Ihnen? Wie fühlt sich das an? Was wünschen Sie sich?) ist das viel besser, als alles, was Sie stört einfach „rauszuhauen“ und den anderen zu überrumpeln. Und wenn das doch geschieht (auch das kommt vor), dann machen Sie doch einfach den ersten Schritt und sagen, dass es Ihnen leid tut… Zum Beziehung retten gehören immer beide Partner. Wenn Sie der bzw. diejenige sind, die mit Punkten konfontiert werden, das Gegenüber stört, hören Sie in Ruhe zu und nehmen Sie nicht alles persönlich. Es muss nicht an Ihnen liegen, es kann auch am Gegenüber liegen, der mit der Sitaution einfach anders umgeht. Und Sie müssen auch nicht auf jeden Punkt sofort reagieren oder sich gar verteidigen. Lassen Sie die Punkte auf sich wirken und reden Sie nach und nach darüber. Ihr Grundregel sollte sein: Regen Sie sich nicht auf. Jeder darf und sollte sagen können, wenn etwas stört… Dann haben Sie eine Chance zum Beziehung retten.

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"Es ist eigentlich ein Liebes-Ratgeber, aber er enthält sehr viele gute Tipps, die sich auch auf den Alltag übertragen lassen. Reinlesen lohn sich! "
-- Michelle, S.

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